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Marlin-Thuna-Club

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REISEZIEL KAPVERDEN



Marlin garantiert

Einen garantierten Marlin-Fang, das bietet wohl nur Peter Döbler auf den Kapverden. Allerdings kann auch ein Fangversprechen zu einem harten Angel-Abenteuer werden.

Marlin drill <== Garantie für Marlin bedeutet zugleich Garantie für einen aufregenden Drill.

"Ist der harte Hund denn überhaupt nicht klein zu kriegen" stöhnte der schon fast seekranke Chartergast, der bei Peter Döbler auf den Kapverden Marlinfischen gebucht hatte. Trotz kabbeliger See und schwankendem Boot bekam er auch Marlin-Fischen, bis der versprochene Fisch am Haken hing. Peter ist wohl der einzige Skipper weltweit, der garantiert, dass auf seiner "Bibiche" innerhalb von fünf Ausfahrten mindestens ein Marlin gefangen wird. Ansonsten gibt es das Geld für eine Ausfahrt zurück. In den ersten fünf Jahren, von 1995 bis zum Jahr 2000, musste der Hamburger Arzt, der 1996 auf die Kapverden übersiedelte, dieses Versprechen nicht ein einziges Mal einlösen. "Einige wenige Male, kam der erlösende Biss erst am fünften Tag, geschafft habe ich es bislang aber immer", schmunzelt Peter.

Nase für Fisch

Binnen kürzester Zeit wurde Peter zum besten Skipper des Archipels. Dass er regelmässig mehr Marline fängt als die Luxusyachten mit ihren Profi-Crews, liegt nach dem Bekunden aller, die Peter länger kennen, ganz eindeutig an seinem Instinkt. Seine Nase für Fisch hat er kultiviert, seitdem er als fünfjähriger mit Papas Hilfe unweit von Rostock seinen ersten Hecht fing. Später wurde er DDR-Jugendbezirksmeister im Friedfischangeln und radelte - schon damals ein harter Hund - am Wochenende mit dem Fahrrad 75 Kilometer weit zum Hechtfischen im Rügenschen Bodden bei Stralsund.

Peter Döbler mit kapitalem MarlinPeter Döbler lenkt das Boot mit den meisten Marlinfängen. Glück allein ist dafür keine ausreichende Erklärung. ==>

Seinen ersten Kontakt zum Big Game hatte der 27-Jährige als Jungarzt auf einem volkseigenen Heringsfänger. Das Fabrikschiff fischte damals vor Boston, als Peter beim Einholen der Netze Haifischflossen nah am Boot entdeckte. "Ein grosser Haken war schnell geschmiedet und kurze Zeit später hatte ich einen 120 Kilo schweren Blauhai an der Handleine. Mit mehreren Mann und grossem Gejohle an Bord haben wir den Hai dann die Slip am Heck des Bootes hochgezogen", erinnert sich Peter. Die Lust auf Grossfisch war geweckt. Weil die "Paradieswächter" der DDR aber niemanden herausliessen, schwamm Peter 47 Kilometer weit, quer über die Ostsee nach Fehmarn.

Ammenhai beim Brandungsangeln<== In einer abgelegenen Bucht wurde dieser Ammenhai an der Brandungsrute gefangen. In den Buchten lauern auch Schwarzspitzen- und Zitronenhaie.

In der Freiheit angekommen bewies Peter seine Nase für grosse Fische zunächst auf den Malediven. 26-mal war er ab 1973 auf dem Inselparadies und entwickelte dort zusammen mit Freunden das Sportfischen von sogenannten Dhonis aus, den 12 Meter langen Booten der einheimischen Berufsfischer. Peter fing an den Atollen des Archipels vermutlich auch den ersten Marlin mit der Angelrute. "Die 14-Tage-Törns an Bord waren paradiesisch. Damals konnte man noch alles fangen: von Marlin über Segelfisch und Thun bis hin zu grossen Groupern und Wrackbarschen beim Grundangeln." Die Überfischung, die dann Anfang der 90er Jahre einsetzte, war für Peter dann Anlass, nach neuen Zielen Ausschau zu halten.

11 Marline an einem Tag

"So kam es, dass ich die Kapverden für mich entdeckte", sagt Peter. Er verkaufte kurzerhand seine Hamburger Arztpraxis, heiratete eine Insulanerin und stellte seinen Riecher vom ersten Tag an wieder unter Beweis. Das ist in den fischreichen Gewässern rund um die Inseln zwar einfacher als sonst wo, aber um in kürzester Zeit das Boot mit den meisten gefangenen Marlinen zu führen, braucht man mehr als nur Glück. Von 1995 bis Ende 2000 fingen Peters Kunden nicht weniger als 610 Marline an 502 Angeltagen! Besonders erfolgreich war das Milleniumsjahr mit 142 Marlinen. Der beste Fang waren elf Marline an einem Tag. Die Fische mit einem Durchschnitts gewicht von etwa 300 lb treffen im Frühjahr in Gruppen ein. Doppel- und Dreifachbisse sind dann nicht aussergewöhnlich und sorgen an Bord immer für ein unbeschreibliches Tohuwabohu!

Gast mit WahooGrosse Wahoos gehören neben Gelbflossenthunen zum regelmässigen Beifang auf den Kapverden. ==>

Die meisten Angler haben denn auch nur eines im Sinn, einen blauen Marlin zu fangen. Das ist verständlich, obwohl die fischreichen Gewässer noch viel mehr zu bieten haben als den beim Schleppfischen üblichen Beifang von grossen Wahoos, Goldmakrelen oder Gelbflossenthunen. Das Potenzial der Fanggründe um die teilweise unbewohnten Inseln offenbarte sich uns 1995 bei einer ersten Testfahrt. Ob vom verankerten Boot oder vom Ufer aus auf Hai oder nachts auf Schwertfisch. Alles wurde ausprobiert und alles mit Erfolg. Unvergesslich ist für Alex der stattliche Zitronenhai, den er vom Ufer aus mit einer Brandungsrute nach mehr als 40-minütigem Drill fing. Peter hatte uns zu der abgelegenen Bucht über Stock und Stein mit dem Allrad gebracht und Hai "garantiert".

Nächtliche Überraschung

Völlig überraschend war dagegen für Serge ein einzigartiges Erlebnis. Er hatte zusammen mit Peter im äussersten Südwesten des Archipels gefischt, um die vor Brava gelegenen unbewohnten Ilheus Secos, die "trockenen Inseln". Nachts ankerten sie an einer der Inseln und hatten am 50er Gerät einen Köderfisch ausgelegt, der bald in einem heftigen Biss genommen wurde. Wegen all der Riffs und Untiefen musste das Boot in der Dunkelheit vor Anker bleiben und Serge war bei dem Drill auf sich allein gestellt. Zweieinhalb Stunden dauerte der Kampf im Stehen. Danach brauchte Serge auf dem Weg vom Deck zur Kabine Hilfe und musste gestützt werden, so fertig war er. Der Fisch, den Serge unter Aufbietung der letzten Kraftreserven auf die Planken gelegt hatte, war ein Schwertfisch mit einem Gewicht von 286 Ib. Bei den wenigen Nachtfahrten, die Peter zwischen Juli und September bislang auf Schwertfisch unternehmen konnte, wurden zwei weitere mit etwa 200 lb gefangen. "Weitaus grössere gingen nach stundenlangen Drills leider verloren", sagt Peter.

Tigerhai<== Tigerhaie dieser Grösse sind in der Bucht von São Nicolau zu erwarten. Sie zeigen nicht mehr die charakteristische Zeichnung, sind aber an der Gestalt und dem Gebiss noch sicher als Tigerhaie erkennbar.

Sein Riecher und der Zufall liessen ihn nun beim Übernachten in einer Bucht bei São Nicolau auf einen weiteren abenteuerträchtigen Fangplatz stossen. "Dort gibt es Tigerhaie mir Durchschnittsgewicht von 350 lb und Nagelrochen mit rund 100 lb als Beifang obendrauf." Peter lockt die Haie von dem nur 30 Meter entfernten Grund mit "Rubby Dubby" einer Mixtur aus Fischresten, an die Oberfläche, zum Angeln auf Sicht. Den zerhackten Fisch für die Duftspur lässt er in einer ausgedienten Waschmaschinentrommel auf Grund. "Die Haie reissen die Trommel aus Edelstahl dann jedes Mal wie Papier in Fetzen, mein Bedarf ist enorm", klagt Peter. Wenn Sie also auf den Strassen von Mindelo einmal einen grossgewachsenen, gebräunten Europäer mit einer Waschmaschinentrommel auf der Schulter sehen, sprechen sie ihn getrost mit Peter an. Sie können aber auch einfach "Marlin" rufen, darauf reagiert Peter auch, denn das ist inzwischen sein Spitzname auf der Insel.




Wenig Grün, viel Blaue

Das Archipel heisst zwar Cabo Verde, das, "grüne Kap", doch das Grün ist äusserst spärlich auf den Inseln, da sie etwa 450 km westlich der Küste von Senegal und damit im Bereich trockener Sahara-Winde liegen. Das Archipel mit den 15 Inseln, davon sind nur 9 bewohnt - umfasst eine Fläche von rund 4'000 Quadratkilometer und ist damit etwa doppelt so groß wie das Saarland.Die Inselgruppe entstand durch vulkanische Tätigkeit zeitgleich mit den Azoren, Madeira und den Kanaren.
SantiagoFür die Marline ist die Inselgruppe auf ihrer jährlichen Rundreise durch die an sich fischarme Hochsee zwischen Ende März und Anfang Oktober eine willkommene Oase und Anlaufstation.

Die Kapverden liegen im Bereich trockener Sahara-Winde. Saftiges Grün bildet auf den Inseln deshalb eher die Ausnahme. ==>




Karte Cabo Verde


Die Marlin-Yacht

Die ,,Bibiche" ist eine 31 Fuss-Bertram-Yacht mit zwei 315 PS-Cummins-Motoren, ausgerüstet mit GPS, Farbecholot, Radar, Kampfstuhl und Angelgerät von 50 bis 80 Ib. Ausgangspunkt der Ausfahrten ist in der Regel die im Nordwesten gelegene Insel Sao Vicente mit der Hafenstadt Mindelo als Basis. Falls nötig, verlegt Peter die "Bibiche" aber auch nach São Nicolau oder zum Schwertfischfang nach Fogo und Brava. Das Fischen vor den Kapverden ha t allerdings ein Manko: Wegen der ständig wehenden Passatwinde ist der Atlantik oft kabbelig und rau. Sensible Naturen sollten sich deshalb vor Reisebeginn mit Medikamenten gegen Seekrankheit eindecken. Gefischt wird in der Regel auf Blauen Marlin, der hier eine Größe von etwa 300 Ib erreicht. Gelegentlich gehen auch bis zu 1000 Ib schwere Marline an den Haken. Beifang sind große Goldmakrelen, Wahoos, Gelbflossenthune, ab und an Weisse Marline, seltener auch ein Segelfisch.

Infos:
Peter Döbler
Tel + 238 32 78 85

Yacht Bibiche <== Die ,,Bibiche" von Peter Döbler ist mit Kampfstuhl, Elektronik und Angelgerät von 50 bis 80 Ib den Marlinfang ausgerüstet.









Sie kontaktieren uns am Besten via E-Mail
bluemarlinmindelo@yahoo.de

Oder schriftlich :
Peter Döbler, CP 494, CV-2110 Mindelo,
São Vicente, Cabo Verde

Telefon & Fax Cabo Verde: + 238 32 78 85
Info in Deutschland: 040 555 45 99


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